
Schützenkönigin kommt aus Gotha (TLZ 08.08.2011)
Lydia Walther zeigte sich beim diesjährigen Schützenfest am treffsichersten und bekam dafür die Krone aufgesetzt
Gotha. (Heiko Stasjulevics) "Gothardus Ho!" Mit dem Schützenball ging am Samstag das diesjährige Schützenfest zu Ende. Höhepunkt des Balls war natürlich die Proklamation des diesjährigen Schützenkönigs.
Und es gab eine Überraschung: In Gotha regiert wieder einmal eine Schützenkönigin. Lydia Walther ist die Trägerin des kostbaren Kleinods. Zum Ersten Ritter schoss sich Peter Möllers. Zweiter Ritter wurde Ralf Schöler. Die Knappen sind Philipp Dietzel und Leon Brettschneider. Beim Bürgerschießen siegte Georg von Butlar vor seiner Frau Gabriele von Butlar und Heide Vater.
Jürgen Frankenberg, Schützenobermeister der Herzoglich Privilegierten Altschützengesellschaft zu Gotha, zog bei dieser Gelegenheit ein Kurzresümee über das Jubiläumsfest "150 Jahre Deutscher Schützenbund", der mit dem Thüringentag kürzlich in der Residenzstadt gefeiert worden war.
Die Gothaer Altschützengesellschaft, eine der ältesten deutschen Schützenvereinigungen, war auch Ausrichterin des ersten nationalen Schützenfestes, in dessen Verlauf anno 1861 in Gotha der erste deutsche Sportdachverband, der Deutsche Schützenbund, gegründet wurde.
"Mit der Organisation des Jubiläumsfestes haben wir eine Duftmarke gesetzt", lobte der Schützenobermeister das Engagement der vielen freiwilligen Helfer aus den Reihen des rund 150 Mitglieder zählenden Vereins. Die ihm vom Präsidenten des Deutschen Schützenbundes, Josef Ambacher, verliehende "Herzog Ernst Medaille" widmete er seinen Altschützen. Sie wird im Archiv des Vereins einen würdigen Platz erhalten. Viele Auszeichnungen und Ehrennadeln konnte er dann noch vergeben, darunter auch an die verdienstvollen Mitglieder Beatrice Weiss und Hans Beck.
Bürgermeister Werner Kukulenz (CDU) stellte klar, dass sich die Altschützen im Verlaufe der letzten 20 Jahre zielsicher zu einer der wichtigsten Säulen im gesellschaftlichen und auch sportlichen Leben der Residenzstadt entwickelt haben.
Schützenkönig wird gesucht (TLZ 29.07.2011)
Traditionelles Fest der Gothaer Altschützen
Gotha. (com) Mit einem Fassbieranstich eröffnen am heutigen Freitag die Schützen der Herzoglich privilegierten Altschützengesellschaft Gotha ihr diesjähriges Schützenfest.
Nur wenige Wochen nach dem 150 -jährigen Jubiläum der Gründung des Deutschen Schützenbundes steht der Gothaer Schützenhof wieder im Mittelpunkt der Schützen aus der Stadt und Umgebung. Grund hierfür ist nicht nur das jährliche Schützenfest der Altschützengesellschaft, sondern auch das Kreisschützenfest. Bereits um 15 Uhr erwartet die Teilnehmer wieder ein umfangreiches Programm, das von einer Reihe sportlicher Wettkämpfe geprägt sein wird. Dabei wird der neue König der Altschützen mit dem KK-Gewehr ermittelt, während beim Kreisschützenkönig die mit dem Luftgewehr erzielte beste "Zehn" als Maßstab gilt. Des Weiteren geht es um Sachpreise, Ehrenscheiben und Pokale. Um die Vielfalt zu erhöhen, wurde das Bogenschießen und Schießen mit Vorderladewaffen in das Programm aufgenommen, das am Mittwoch, 3. August, im Rahmen des Familientages durchgeführt wird. Der Zapfenstreich am 5. August bietet den krönenden Abchluss des Schützenfestes. Ort ist diesmal das Nordportal von Schloss Friedenstein.
Schützen in die Pflicht genommen (TLZ 13.07.2011)
Friedrich wirbt für neue Waffengesetze
Gotha. (dapd) Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) wirbt bei den Schützenvereinen um mehr Unterstützung bei der Umsetzung der Waffengesetze. "Wir brauchen die Mitarbeit der Schützen, um die gesetzlichen Vorschriften zur Aufbewahrung von Schusswaffen durchzusetzen", sagte Friedrich beim Festakt zum 150. Bestehen des Deutschen Schützenbundes, der 1861 in Gotha gegründet worden war.
Es sei eine wichtige Aufgabe der Schützen, bei den jungen Menschen in den Vereinen die nötige "geistige Reife und psychologische Stabilität" sicherzustellen. Schützenvereine und Schießsportler dürften aber "keinesfalls unter Generalverdacht" gestellt werden, so Friedrich. "Die soziale Wertschöpfung durch das Engagement des Verbands im sozialen Bereich wird auf eine Milliarde Euro pro Jahr geschätzt", sagte Friedrich.
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) würdigte in erster Linie die historischen und sozialen Verdienste des Deutschen Schützenbundes. Bis heute sei der Freiheitsgedanke ein zentrales Merkmal des Schützen, sagte sie. Damit leisteten die Vereine wichtige Arbeit für die Entwicklung von "Bürgersinn, Gemeinschaftsgeist und Verantwortungsbewusstsein". Der Verband könne mit Stolz auf seine bisherigen Leistungen blicken.
Der Präsident des Deutschen Schützenbundes, Josef Ambacher, lobte den "angemessenen, sachorientierten Dialog" mit der Bundesregierung in Hinblick auf waffenrechtliche Themen. "Der gesetzeskonforme Umgang mit unseren Sportgeräten hat oberste Priorität", sagte Ambacher.
Der Schützenbund ist derzeit der viertgrößte Sportverband in Deutschland und 1,5 Millionen Mitglieder in 1500 Vereinen. Am Donnerstag war in Gotha zudem die Sonderbriefmarke "150 Jahre Deutscher Schützenbund" vorgestellt worden.
Zwischen Tradition und Zukunft (TA 11.07.2011)
Der Deutsche Schützenbund feiert sein 150. Gründungsjubiläum mit einem Festakt in der Gothaer Stadthalle. Präsident Josef Ambacher sprach von Höhen und Tiefen, Geschichte und Zukunftsaussichten.
Von Christiane Fischer
Gotha. Unabhängig vom Thüringentag in Gotha und doch mittendrin feierte der Deutsche Schützenbund, der am 11. Juli 1861 in Gotha gegründet wurde, sein 150 . Gründungsjubiläum. Zahlreiche Bogenschützen, historische Bürgerwehren, Sport- und Ortsschützenvereine aus ganz Deutschland mischten sich in das Getümmel vom Thüringentag. In ihren schnittigen Uniformen, mit Kordeln und Abzeichen behängt, mit Fahnen oder auch historischen Waffen ausgestattet, waren die Schützen das ganze Wochenende über begehrte Fotoobjekte.
Der Geist alter Traditionen durfte in Gotha einmal mehr wieder aufleben, erinnerte man hier schließlich an eine gesamt-deutsche Bund-Gründung, ohne ein einiges Deutschland.
Zum Festakt in der Stadthalle erinnerte der Präsident des Deutschen Schützenbundes, Josef Ambacher, an erster Stelle an die historische Bedeutung der Schützenbundgründung zu jener Zeit. Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha (1818 bis 1893) hatte es gewagt, über die deutsche Kleinstaaterei hinweg - während eines großen Schützenfestes - sich selbst und die anwesenden Schützen zu Vorreitern der Deutschen Einheit zu machen.
Heute sieht Präsident Ambacher die Schützenvereine in Deutschland in erster Linie als erfolgreiche Sportvereine, wo begeistert Breitensport und Leistungssport betrieben wird. Mit dem aktiven Motto "Das Ziel im Visier - Zukunft Schützenverein" sollen wieder mehr junge Leute in die Schützenvereine gelockt werden.
Aktuell zählt der Deutsche Schützenbund etwa 1,4 Mill. Mitglieder. Mit Sport- und Bogenschießen vertritt er auch zwei olympische Sportarten. Trotzdem, die Mitgliederzahl ist seit über zehn Jahren stetig rückläufig, die Schützen haben in der Nachwuchsgewinnung ernsthafte Probleme.
Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich (CSU) hob die Richtigkeit der Gesetzesverschärfungen beim Umgang mit Waffen hervor. "Wir lassen nicht zu, dass Schützenvereine unter Generalverdacht gestellt werden, aber Missbrauch von Waffen muss verhindert werden."
Die Schützen könne man auch als "Schutzgeber" bezeichnen, so Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU). Der Schützensport sei immer schon ständeübergreifend gewesen, darauf könne man stolz sein.
Gut sei es, wenn jungen Leuten Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein im Schützensportverein beigebracht werde. Im Osten von Deutschland sind Schützenvereine fast ein halbes Jahrhundert unterdrückt worden - umso schöner sei es, dass Thüringen in Suhl ein erfolgreiches Schießsportzentrum vorzuweisen hat.
Auf Tradition lässt sich Zukunft aufbauen, will die Ministerpräsidentin und Schirmherrin der Jubiläumsfeierlichkeiten Mut machen, die Herausforderungen in den nächsten Jahren anzunehmen.
Gothaer schießen sich in die Meisterriege (TLZ 03.06.2011)
Sportschießen: Altschützen erfolgreich bei Landesmeisterschaft
Gotha. (bw) Knapp eine Woche vor dem großen deutschen Schützenfest in Gotha sorgen die Gothaer Altschützen auch sportlich für Schlagzeilen. Bei den am Wochenende in Suhl durchgeführten Landesmeisterschaften errangen die Gothaer insgesamt fünf Titel in den Einzelwettbewerben sowie zwei Mannschaftstitel.
Der gehörlose Bodo Funcke setzte sich mit 536 Ringen in der Disziplin Freie Pistole gegen die Konkurrenz ohne Handicap durch. Für einen Überraschungssieg sorgte Raik Nolte in der Disziplin Kleinkaliber-Liegendkampf, den er mit 588 Ringen gewann. Selbst Olympiateilnehmer Tino Mohaupt hatte mit 585 Ringen das Nachsehen. Alle drei Podestplätze sicherten sich die Gothaer Damen mit der Sportpistole. Claudia Döring gewann vor Rita Klemm und Yvonne Matern. Auch der Mannschaftssieg war den Damen mit der Sportpistole nicht zu nehmen. In der gleichen Disziplin wurde Torsten Berlet Landesmeister bei den Männern. Sein Team mit Lutz Weiß und Henrico Huppel kam auf Platz zwei in dieser Disziplin.
Im Dreistellungskampf der Damen holte sich Beatrice Weiß mit 554 Ringen den Titel und legte somit auch den Grundstein für den Mannschaftssieg der Damen in dieser Klasse. Die Männer erreichten in der Besetzung Raik Nolte, Danny Triebel und Jürgen Frankenberg den dritten Platz im Dreistellungskampf. Mit der Olympischen Schnellfeuerpistole kam Lutz Weiß mit 520 Ringen auf Platz drei.
Festumzug mit großem Gefolge (TLZ 24.01.2011)
Altschützen vergeben Gotharduspreis
Gotha. (com) "Jede Hand wird gebraucht", richtete Oberschützenmeister Jürgen Frankenberg seinen Appell an die Vereinsmitglieder der Herzoglich privilegierten Altschützengesellschaft zu Gotha, die Ausrichtung des bevorstehenden 150-jährigen Schützenjubiläums tatkräftig zu unterstützen. Denn die sei notwendig geworden, da der Schützenverein vermutlich in diesem Jahr gänzlich auf Ein-Euro-Jobber verzichten muss.
Zum Neujahrsempfang, den die Altschützen am Samstag begingen, gab Frankenberg einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr, das für den Verein auch als Neuanfang galt. Ein Grund dafür war die Neubesetzung des Vorstandes. Doch wurden auch Ausblicke auf das Schützenjubiläum gegeben. "Das Programm steht und der Festumzug endet mit großem Gefolge bei uns im Festzelt", bestätigte Frankenberg.
Erstmals verlieh der Verein den Gotharduspreis der an die Macher des Schützenmuseums (Hans Beck, Klaus Gasterstedt und Peter Möllers) ging. Der Preis ersetzt die frühere Ehrung "Altschütze des Jahres".
Gothas Altschützen unterstützen die Stadt beim Thüringentag (22.01.2011)
Gotha. (com) Ihr Ziel, 50 Spenderbriefe für den Thüringentag zu erwerben, haben die Gothaer Altschützen bei weitem übertroffen. Am gestrigen Freitag konnte Oberschützenmeister Jürgen Frankenberg insgesamt 71 Spenderbriefe im Gegenwert von 550,25 Euro aus den Händen von Oberbürgermeister Knut Kreuch entgegennehmen, der sich für das Engagement des Schützenvereins bedankte.
Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hatte Frankenberg die Mitglieder der Herzoglich privilegierten Altschützengesellschaft aufgerufen, mit dem Kauf eines Spenderbriefes den Thüringentag zu unterstützen. Grund: Die Schützen feier zu dieser Zeit ihr 150-jähriges Schützenjubiläum, zu dem sich bereits 2000 Schützen aus ganz Deutschland angemeldet haben.
Die nächste Herausforderung wartet bereits. Frankenberg hat 50 Schützenmedailllen geordert, die seit Freitag in der Gotha-Information erhältlich sind. Auf der Vorderseite ist das Rathaus, auf der Rückseite die Prägung "150 Jahre Schützenfest 2011" zu sehen. Entworfen wurde sie vom Berliner Künstlerehepaar Sneschana Russewa-Hoyer und Heinz Hoyer. Die Medaille gibt es auch in Feinsilber. Der Erlös kommt ebenfalls den Projekten des Thüringentages zugute.
Daheim den Titel geholt (19.01.2011)
Gothaer Luftgewehrschützen siegreich gegen Dorndorf und Barchfeld/Luftpistolen-Team weiter ungeschlagen
Gotha. Die Luftgewehrschützen aus Gotha sicherten sich beim Heimkampf den Titel in der Landesliga. Ohne Punktverlust gewannen die "Altschützen" alle Saisonwettkämpfe und sind so am Ende als verdienter Sieger vom Stand gegangen.
Vor Beginn dieser Saison hatte niemand die Gothaer auf der Rechnung, die sich jedoch von Saison zu Saison steigerten. Maßgeblich am Titelgewinn beteiligt waren Yvonne Völkel und Raik Nolte, die alle sechs Wettkämpfe absolvierten. Für das beste Ergebnis der gesamten Saison sorgte Beatrice Weiß beim Heimkampf. Sie siegte mit sensationellen 390 Ringen, was dem Leistungsniveau der Bundesliga entspricht. Die erst 14-jährige Vanessa Herzer verstärkt ab diesem Jahr die Mannschaft und zeigte mit 371 Ringen ein gutes Ergebnis. Auf 370 Ringe beim Heimkampf kam die Wiedereinsteigerin Katrin Seyfarth. Die beiden Gegner vom Wochenende wurden mit 5:0 (SV Dorndorf) und 4:1 (SG Barchfeld) besiegt.
Die Gothaer Altschützen sorgen nicht nur mit dem großen Deutschen Schützenfest vom 8. bis 10. Juli 2011 für Schlagzeilen, auch sportlich konnte das neue Jahr nicht besser beginnen.
Dem Vorbild der Vereinskameraden folgten die Pistolenschützen am Sonntag. Deren Landesliga-Saison geht noch bis Anfang März. Mit 4:1 Punkten wurde die SG Neustadt/Prla besiegt. Torsten Berlet (Ohrdruf) ließ seinem Gegner mit hervorragenden 376 Ringen keine Chance. Ähnlich gut in Form waren Henrico Huppel und Rita Klemm, die ihre Duelle auch mit großem Vorsprung gewannen.
Mit 3:2 etwas knapper ging der Sieg gegen nDingelstädt II aus.
Am Ende siegten die Gothaer mit etwas Glück. Mit 8:0 Punkten sind sie noch ungeschlagen und weiter auf Titelkurs. Vielleicht gelingt es in dieser Saison beide Titel nach Gotha zu holen.
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